1.Tag: Von Bad Tölz über den Sylvenstein-Stausee zum Karwendelhaus (63,7km / 1290hm / 4h 15min)
Wir starteten in Bad Tölz und durchfuhren auf leicht ansteigenden Forststraßen die Isarauen bis hinauf zum Sylvenstein-Speichersee. Hier erwartetet uns eine wunderbare Aussicht mit Blick auf das Voralpenland und das Karwendelgebirge, das uns am Nachmittag erwartet. Nach der Mittagspause im Rißtal begann der Aufstieg ins Karwendel-Massiv. Ab hier war kein Gepäcktransport mehr möglich. Inmitten der Felsriesen haben wir im spektakulär gelegenen Karwendelhaus übernachtet. Übernachtung in Hütte auf 1771 m Höhe. Da es zum regnen angefangen hat, kamen wir völlig durchnässt am Karwendelhaus an.
2.Tag: Vom Karwendelhaus über den Fernpass zur Pillerhöhe (104,3km / 2117hm / 6h 55min)
Entlang des Karwendelbaches starteten wir mit einer nicht enden wollenden Abfahrt bis nach Scharnitz. Zwischen Zugspitzmassiv und Mieminger-Kette führte unser Weg weiter nach Ehrwald. Abseits der Hauptstraße überwindeten wir den Fernpass und rauschten hinab ins Inntal. Der letzte Anstieg des Tages brachte uns hinauf zur Pillerhöhe. Dort übernachteten wir mit Blick in die Kaunertaler Berge. Übernachtung in Gasthof auf 1500 m Höhe.
Tag 3. Von der Pillerhöhe über den Reschenpass nach St. Maria im Münstertal (93,8km / 1842hm / 6h 18min)
Auf den Spuren der Römer geht es am nächsten Tag weiter. Entlang der Via Claudia erklimmen wir den Reschenpass und genießen herrliche Blicke auf den Reschensee mit dem versunkenen Kirchturm. Nach einer Mittagspause am See fahren wir hinab ins Vinschgau, einem der sonnenverwöhntesten Plätze Europas. Die letzten Höhenmeter des Tages bringen uns bereits in die Schweiz. Dort übernachteten wir am Fuße des Piz Umbrail (3033 m). Übernachtung in Hotel.
Tag 4. Von St. Maria über Val Mora nach Grosio (74,5km / 1542hm / 5h 30min)
Mit der ersten Auffahrt des Tages gelangen wir auf eine Höhe von 2300 m. Die Fahrt durch das Val Mora muss man als Biker erlebt haben. Vorbei an dem knapp 2000 m hoch gelegenen Lago St. Giacomo di Fraele, geht es zu den berühmten Torri di Fraele über Bormio. Hier beginnt eine der sensationellsten Straßen, die es für Biker gibt. Über 10 km schlängelt sich eine Schotterpiste nahezu gleichmäßig in einer Höhe von 2000 Metern bis zur Auffahrt zum Passo di Verva. Diesen Pass gilt es heute noch zu besiegen. Nach der traumhaften Aussicht auf den Ortler und die Berge bei Livigno geht es über zu einer rasanten Abfahrt, bis vor die Türe unserer nächsten Herberge. Übernachtung in Grosio.
5. Tag: Von Grosio über den Passo del Mortirollo nach Bienno (69,7km / 1582hm / 4h 41min)
Der Giro d´ Italia ist uns auf der ersten Auffahrt des Tages immer gegenwärtig: die von Autos nahezu unbefahrene, schmale Straße zum Passo di Mortirollo ist mit den Namen aller Rennrad-Berühmtheiten unserer Tage versehen. Ist die Passhöhe erreicht, beginnt eine über 30 km lange Abfahrt bis zur Ortschaft Breno. Hier haben wir übernachtet. Übernachtung in Hotel Breno/Bienno.
6. Tag: Von Bienno über 8 Pässe zum Lago di Idro (63,9km / 2028hm / 5h 10min)
Bei der Auffahrt zum Passo Croce Domini spürt man schon den ersten Flair der Gardasee-Berge. Lange zieht sich die Straße hinauf zum Pass. Von hier oben hat man schon die erste Aussicht auf Tremalzo & Co. Allerdings waren an diesem Tag noch 8 Pässe zu bezwingen! Von Croce Domini aus, zieht sich eine alte Straße 20 km entlang des Bergkammes. Unzählige kleine Pässe wie Passo Maniva, Passo della Spina werden mit wenig Aufwand an Höhenmetern bezwungen. Den Schluss des Tages krönte eine lange, rasante Abfahrt hinab zum Lago di Idro. Am idyllisch gelegenen See haben wir die letzte Nacht der Tour verbracht. Übernachtung in einfachem Hotel.
7.Tag: Vom Lago di Idro über die Ponale Straße zum Lago di Garde (63,7km / 1300hm / 4h 05min)
Entlang des Sees startet der letzte Tag. Auch wenn man es kaum erwarten kann den Lago di Garda zu sehen, gilt es auch an diesem Tag, noch ein paar Höhen zu erklimmen. Auf alten Höhenwegen am Fuße des Tremalzos erreichen wir den Lago di Ledro. Über die wieder eröffnete, traumhafte Ponale-Straße fahren wir unserem ersehnten Ziel entgegen. Mit dem knallenden Sektkorken am Hafen von Riva endete die Tour. Bei einem gemeinsamen Abendessen haben wir die letzten Tage noch einmal Revue passieren lassen.
Abschließend möchten wir uns (Claudius, Marcus u. Michael) noch bei allen herzlich für die schöne Zeit auf der Alpentour bedanken. Es war eine tolle Truppe und ein unvergessliches Erlebnis.
Besonderer Dank gilt unserem Guide: Hansi Huber









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