AlpenX / Imst – Torbole (26.07. – 01.08.2008)

Tag 1 (Imst – Galtür; 85 km, 1830 hm):

Am Vormittag starteten wir unseren AlpenX 2008 bei bestem Wetter in Imst. Von dort aus ging es auf dem Inntal-Radweg bis Landeck und weiter nach St. Anton am Arlberg. Ziel dieses Tages war die Heilbronner Hütte (2130 m). Pünktlich eine Stunde bevor wir die schützende Hütte erreichen konnten, öffnete der Himmel seine Schleusen und ließ uns erkennen, wie schön doch bisher den ganzen Tag das Wetter war. Es war auch die erste, noch sehr schüchterne, Begegnung mit den Mädels und Jungs der „Pille-Palle-Biker“. Oben angekommen wechselten wir unsere nassen Klamotten und machten uns nach einer kurzen Stärkung wieder auf den Weg zum Kopser Stausee. Nach kurzer Fotopause ging es auch schon weiter. Im ca. 800 m tiefer gelegenen Galtür suchten wir ein Quartier für die Nacht und ließen es uns bei Schnitzel mit Pommes und dazu 2 leckeren Colaweizen gut gehen.

Tag 2 (Galtür – Sur En; 50 km; 1360 hm):

Auf geht’s ins Fimber-Tal: Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel machen das Aufbrechen zur nächsten Tagesetappe leicht. Nach einem durchaus knackigen Anstieg hinter Ischgl, lag unser Mittagsziel die Heidelberger Hütte (Schweiz). Bei Spaghetti mit richtig großen Fleischstücken sind die Strapazen des Vormittags schon fast wieder vergessen. Zum Fimber Pass (2596 m) erwartete uns im Anschluss noch eine steile Schiebepassage, was aber die darauf folgende und durchaus anspruchvolle Single-Trail-Abfahrt ins Unterengadin wieder gut machte. Sur En, auch das Tor zur Uina-Schlucht genannt, war unser Ziel. Glücklicherweise hatte das einzige Hotel noch ein Doppelzimmer für die Nacht frei. Erster Tipp der Pille Palle Gruppe zur Übernachtung.

Tag 3 (Sur En – Trafoi; 45 km; 1770 hm):

Val d´Uina hieß die atemberaubende Kulisse, welche wir mit dem Rad ansteuerten. Beginnend mit anstrengenden Anstiegen mussten wir uns 800 hm nach oben kämpfen, bis wir die Schlucht betreten konnten. Ab hier war auf dem knapp 1,5 m breiten und 600 m langen Weg Schieben angesagt. In schwindelerregender Höhe und völlig ungesichert klammerten wir uns an unseren Drahtesel, um vor lauter Schauen nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Oben angekommen führte der Schiling Pass (2295 m) zur in Süd-Tirol gelegenen Sesvenna Hütte. Nach Nudeln für Nick und einer Speckknödelsuppe für Flori, fuhren wir bei grandiosem Wetter Richtung Stilfser Joch weiter. Nach einem längeren Anstieg und starkem Regen, suchten wir uns in Trafoi ein Hotel und retteten uns ins Trockene. Dank an die Pille Palle´s – war echt ein Super Laden.

Tag 4 (Trafoi – S. Caterina; 60 km; 2300 hm):

Der Tag begann, trotz regnerischer Nacht, mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns dann auf, die vor uns liegenden 48 Kehren und 1300 hm zu erklimmen. Als uns nach und nach immer mehr Rennradfahrer überholten, bemerkten wir, dass wir uns inmitten der „Giro delle Dolomiti“ befanden. Geschätzt sind wir von 5000 Rennradlern überholt worden. (Wenn wir mal kein Gepäck dabei gehabt hätten :-)) Geschafft! Auf dem Stilfser Joch 2760m angekommen, gab es Pizza für uns beide. Danach ging es 400 hm abwärts und wieder bergauf zum Pass Umbrail. Wir folgten den steinernen Spuren des 1. Weltkriegs zur Boccetta di Forcola (2762 m). Abwärts, auf der meist befahrbaren Schotterpiste, erwischte uns eine kleine Erfrischung von oben. Nach der Abfahrt Richtung Bormio ging es noch einmal 600 hm bergauf nach S. Caterina, wo die Pille Palle´s bereits ein Zimmer für uns klargemacht hatten. Zur Belohnung gab es am Abend noch mal Pizza bzw. Spaghetti und Bier für alle.

Tag 5 (S. Caterina – Pejo; 55 km; 2000 hm):

Die vorletzte Etappe unserer Tour begann mit dem Gavia Pass, der sich auf Asphalt auf 2652 m hochschlängelte. Nach einer Mittagspause und rasanter Abfahrt wartete noch ein heftiger langer Anstieg auf uns. Der Übergang nach Pejo über die Forcellina Motozzo (2600 m) zum Rifugio Bozzi hat es mit ca. 1000 hm in sich! Die letzten 200 hm hatten zwischen 30 und 40% Steigung. Man muss nicht erwähnen, das hier keiner mehr gefahren ist :-). Oben angekommen, brauten sich langsam dunkle Wolken zusammen. Inmitten der Single-Trail-Abfahrt überraschte uns dann auch Regen, der immer stärker wurde. Völlig durchnässt suchten wir uns in Pejo ein Hotel. Schade, bei den Pille Palle´s war nix mehr frei. 🙂

Tag 6 (Pejo – Torbole; 106 km; 1700 hm):

ENDSPURT: Am letzten und längsten Tag unserer Tour erwarteten uns ca. 106 km Stecke, was uns aber nicht weiter störte. Schließlich war das Ziel ja Torbole, am langersehnten und wunderschönen Gardasee! Voller Motivation ging es zunächst eine Ewigkeit abwärts ins Val die Sole. Ab Dimaro fuhren wir wieder bergauf nach Madonna di Campiglio. Am Breng de l´Ors Pass (1850 m), der stetig anstieg, erwartete uns noch eine knackige Schiebepassage, die jedoch im Anschluss mit einem super Schotter-Downhill belohnt wurde. Auf dem Weg richtung Ziel fuhren wir noch auf einer alten, verwachsenen Passstraße. Nach weiteren kleinen Anstiegen und vielen Kilometern passierten wir Arco und katapultieren unsere Bikes kurz vor Torbole, mit aller noch vorhandenen Kraft, auf knapp 45 km/h. Nach großem Jubel fuhren wir mitsamt unseren Bikes direkt in den See und holten uns unsere verdiente Erfrischung. Durchnässt, gut gelaunt und überglücklich, dass wir bis auf zwei Plattfüße sonst keine Schäden an Mensch oder Material hatten, gab es erstmal ein kühles Blondes in der Winds Bar. Im Anschluss machten wir uns auf die Suche nach einem Hotel. Das an diesem Abend noch literweise Bier Sekt und Schnaps flossen muss ich ja nicht extra erwähnen :-). Die Pille Palles hatten sich hinter Stenico einquartiert und noch einen 7ten Tag vor sich.

Tag 7 (Urlbaubstag):

Heute relaxten wir am See und fuhren gegen Nachmittag nach Riva, um ein paar Kumpels in Empfang zu nehmen, die mit „Fahrtwind“ einen geführten Cross gemacht haben. Wie es der Zufall wollte, trafen sie genau mit uns in Riva ein, wo die Tour erstmal mit einem Glas Sekt begossen wurde. Am späten Nachmittag war das Ziel dann wieder Torbole, um im „Mecki´s“ auf die Pille Palle Gruppe zu warten. Mit leichter Verspätung trafen alle gesund und munter ein. Auf diesem Wege nochmals herzlichen Dank an die gesamte Gruppe für die tolle Aufnahme in Ihre Gemeinschaft – wird bestimmt nicht die letzte gemeinsame Unternehmung gewesen sein. Das war´s im groben vom Alpencross 2008 und wir freuen uns schon auf das nächste große Abenteuer 2009.